Die Erfolge GRÜNER Politik unserer drei Bezirksvertreter waren geprägt durch die Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion und die politische Unterstützung durch die Ratsfraktion der GRÜNEN. Gemeinsam wurden zahlreiche Projekte angeschoben, an denen Bernhard Schawe-Bergjohann, Cornelia Müller-Waldeck und Karl-Heinz Deyer maßgeblichen Anteil hatten.

Geht man durch Hombruchs Zentrum, fallen die zahlreichen Einbahnstraßen auf, die nach längerer Diskussion für FahrradfahrerInnen in Gegenrichtung freigegeben wurden. Neue Fußgängerüberwege verbessern die Fußgängersicherheit bei der Fahrbahnquerung. Dagegen wurde der Marktplatz nicht zum Parkplatz und die Universitätsstraße nicht durch den Umweltkulturpark verlängert - dieser Abwehrkampf wird in der nächsten Legislaturperiode sicherlich fortzuführen sein. Weitere Maßnahmen zur Vernetzung des lokalen Rad- und Fußwegesystems werden mit der Renaturierung des Emschersystems umgesetzt. Dabei ist insbesondere auf die Verträglichkeit von Naturschutzgebieten und Wegeführung zu achten.

Sport und Kultur unterstützten unsere Bezirksvertreter nicht nur bei öffentlichkeitswirksamen Projekten wie dem Umbau des Freibads Froschloch zu einem Naturbad und der Samstagsöffnung der Hombrucher Stadtteilbibliothek. Auch die Aktionen des Stadtbezirksmarketings haben unsere Bezirksvertreter aktiv begleitet.
Als ersten Schritt einer politischen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fanden drei Bezirksvertretungs-Sitzungen u.a. im Pädagogischen Zentrum des Helene-Lange-Gymnasiums statt. Zudem nahm ein grüner Bezirksvertreter an einer Jugendfahrt nach Auschwitz teil.
Andere Projekte wurden von Bezirksvertretern wohwollend-kritisch begleitet. Viele Beschlüsse, beispielsweise ein Programm zur Bahnhofssanierung, scheiterten allerdings an der mangelnden Zuständigkeit von Bezirksvertretung - und machmal auch vom Rat der Stadt Dortmund.
Geben Sie GRÜNES Licht für Hombruch!
In Hombruch sind alle willkommen, die Respekt vor anderen Menschen, ihren Ansichten, ihrem Glauben und ihren Lebensweisen haben.
Hombruch - kein Stadtbezirk für Rechte

Um viele Menschen fit zu machen für eine Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen und unsozialen Ansichten und Verhaltensweisen, schlagen wir die Durchführung von Selbstbehauptungstrainings vor. Dieses Angebot soll vor allem ältere und jüngere HombrucherInnen in die Lage versetzen, gegen rechtsradikale und menschenverachtende Ansichten aufzutreten, aber auch den gebotenen Respekt vor anderen einzufordern. Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen sich für Vielfalt, Toleranz und Demokratie
und gegen Rechtsextremismus ein.
Wir möchten nicht nur für ein Miteinander streiten, sondern es auch feiern. Das Stadtteilfest soll weitere Gemeinden und religiöse Gruppen, die in Hombruch vertreten sind, einbeziehen. Die Belange einzelner Bevölkerungsgruppen wollen wir besser berücksichtigen. Dazu regen Bündnis 90/DIE GRÜNEN einen politischen SeniorInnentag an. An diesem Tag soll sich die Bezirksvertretung Zeit für die Sorgen, Nöte und Anregungen der älteren Menschen im Stadtbezirk nehmen.
Gleiche Chancen im gesamten Stadtbezirk
Die Lebensqualität der HombrucherInnen darf nicht weiter auseinanderfallen. Bündnis 90/DIE GRÜNEN werden in der Bezirksvertretung für einen Aktionsplan Soziales Hombruch eintreten. Im Rahmen dieses Aktionsplans wollen wir das Wohnungsamt auffordern, mit dem Instrument der kleinräumigen Quartiersanalyse einzelne Ortsteile wie z.B. Hombruch-Mitte zu untersuchen und die Stärken und Schwächen dieser Wohnquartiere festzustellen. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, dem Familienbüro, dem Seniorenbüro und dem Dienstleistungszentrum Wirtschaft sollen die Stärken dieser Ortsteile weiterentwickelt und die Schwächen angegangen werden.

In Eichlinghofen gibt es bereits keinen preiswerten Lebensmittelhändler mehr. Auch in Barop droht ein großer Einzelhändler abzuwandern. Bringdienste sind vor allem für ältere Menschen keine Alternative. Für sie ist der Einkauf im Ort Treffpunkt und Nachrichtenbörse.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN werden das Engagement von Wohlfahrtsverbänden unterstützen, in unterversorgten Ortsteilen sogenannte Cap-Märkte einzurichten. In Cap-Märkten arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. So bietet sich ihnen eine neue Perspektive am Arbeitsmarkt und sie stellen die kleinräumige Lebensmittelversorgung sicher.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen sich in Hombruch dafür ein, dass die Menschen statt des eigenen Autos den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen, Fahrrad fahren und zu Fuß gehen (Modal Split). Zur Verbesserung des Modal Split sollen beitragen:
- Ein Konzept zur Verbesserung der Mobilität im ÖPNV. Bestandteile sind eine Ringbuslinie und eine Verbesserung der Taktzeiten.
- Wir fordern ein Konzept für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität an Straßen und der Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen, insbesondere von Kindern. Bestandteil kann die Trennung der Verkehrsflächen von Autos, RadfahrerInnen und FußgängerInnen durch bepflanzte Abstandsstreifen sein.
- Verdichtung des Taktes der Buslinie 447 in den Stoßzeiten, um die Anbindung der Universität zu verbessern.
- Ausweitung der Angebote in den Abendstunden und der Einsatz von BusbegleiterInnen.
- Verbesserung der Umsteigebeziehungen für blinde Menschen, indem die Linie der einfahrenden Busse und Bahnen durchgesagt werden.
- Weitere Querungshilfen für FüßgängerInnen an Hauptstraßen ohne Ampelkreuzungen.
- Fortsetzung von Fahrradspuren an Hauptstraßen.
- Eine bessere Anbindung der Universität und der randlagigen Stadtteile an das Nebenzentrum Hombruch.
- Weitere sichere und kostenfreie Fahrradständer an ÖPNV-Knotenpunkten und vor von vielen Menschen besuchten Gebäuden.
Die Natur braucht Freiraum, um Tieren und Pflanzen einen Lebensraum und dem Menschen einen Platz zur Erholung bieten zu können.
Vor allem in dem noch verhältnismäßig grünen Stadtbezirk Hombruch geht es darum, die ausgedehnten Frei- und Waldflächen zu erhalten und dauerhaft für die Tier- und Pflanzenwelt zu sichern.

Die fachlichen Beiträge der Naturschutzverbände und Agendagruppen sollen in der Stadtbezirksentwicklung berücksichtigt werden.
Der Freiraumgürtel von der Bittermark über das Rahmkebachtal, den Umweltkulturpark, die Bolmke, das Emschertal bis zum Rombergpark soll so wie vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gefordert weiterentwickelt werden. Wir setzen uns für eine behutsame Neuausweisung von Baugebieten ein.
Bebauungspläne, in denen folgende Flächen als Bauland ausgewiesen sind, müssen zurückgenommen oder unter ökologischen Gesichtspunkten überarbeitet werden:
- die Frischluftschneise "Weißes Feld"
- Gotthelfstraße / Schneiderstraße
- Universität östlich des Tryp-Hotels
- Am Kramberg / Schondellebachtal
- Steinstraße
Kleinere bebauungsfreie Flächen, die sogenannten "Trittsteinbiotope", ermöglichen Tieren und Pflanzen das Überleben und verbessern das Stadtklima. Die Trittsteinbiotope müssen gesichert und ausgebaut werden.
Wenn bauliche Eingriffe unvermeidbar sind, müssen vollwertige ökologische Ausgleichsflächen in der Nähe ausgewiesen werden.
Das Hochwasserereignis vom 26. Juli 2008 ist eine Folge jahrelanger städtebaulicher Sorglosigkeit, so der Gutachter im von
Stadt und Emschergenossenschaft beauftragten Gutachten. Immer mehr Flächen wurden und werden durch Wohn-, Gewerbe- und Straßenbau versiegelt. Die Entsiegelung gewährleistet eine Verbesserung der Regenwasserversickerung am Ort der Niederschläge. Damit wird die Hauptursache von Hochwässern bei uns in Dortmund, der übermäßige Oberflächenabfluss, verringert.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass
- die Freiflächen in gewässernahen Bereichen nicht bebaut werden.
- die betroffenen Gewässer unter Einbeziehung möglichst großer Flächen renaturiert werden. So wird der Gewässerlauf verlängert und die Wasseraufnahme-Kapazität erhöht.
- bei Baumaßnahmen die Flächenversiegelung möglichst gering gehalten wird.
- ein Programm für Flächenentsiegelung im Stadtbezirk Hombruch aufgelegt wird.
- ein Programm für die Regenwassernutzung bei Neubauten entwickelt wird.

Wir fordern mit der Entsiegelung bei städtischen Flächen zu beginnen. Beispielhaft sind hier die vielen älteren Schulhöfe zu nennen, die in 1960er Jahren durchgängig mit teerhaltigen Decken versiegelt worden sind. Diese ohnehin sanierungsbedürftigen Flächen sollten nach Entfernung der Problemstoffe mit durchlässigen Materialen versehen werden. Zusätzlich können Pflanzen zur Verbesserung des innerstädtischen Klimas beitragen.
Die akuten globalen Krisen - Klima-, Wirtschafts- und Finanzkrise - haben letztendlich eine gemeinsame Ursache: Unbeschränktes materielles Wachstum in einer endlichen Welt. Wenn wir unsere Lebensgrundlagen nicht zerstören, sondern unseren Nachkommen eine lebenswerte Welt übergeben wollen, dann müssen wir handeln. Und zwar hier und jetzt.
Vor Ort, in unserem Stadtbezirk, warten viele Aufgaben: Die umfassende energetische Sanierung von Schulen und anderen städtischen Gebäuden, ihre Ausstattung mit Solarthermie, Fotovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung. Auch die Verringerung des CO2-Ausstoßes durch den (fossil) motorisierten Einkaufverkehr ist alle Anstrengungen wert. Wir wollen die Einrichtung eines Systems von Fahrrad-Verleihstationen ähnlich dem Car-Sharing auf den Weg bringen, so wie es sich schon in vielen Städten, beispielsweise Paris und Barcelona, bewährt hat. Zur Förderung der Akzeptanz in unserer hügeligen Umgebung sollte ein guter Teil der Fahrräder einen Elektroantrieb haben, und die Stationen sollten mit Ladevorrichtungen ausgestattet sein.

Da diese E-Bikes selbst bei guter Auslastung die meiste Zeit des Tages an der Station auf ihren Einsatz warten werden, können ihre Batterien gut als Pufferspeicher für regenerative, elektrische Energie genutzt werden, um Lastspitzen auszugleichen. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Projekte ist eine lokale Energieversorgung in kommunaler Hand, die auf die umweltfreundliche und preiswerte Energieversorgung der Dortmunder Bürger ausgerichtet ist. Dann können auch Fähigkeiten und Kreativität der Ingenieure und Techniker der Stadtwerke einen wichtigen Beitrag hierzu leisten. Dabei sollte mit der Technischen Universität Dortmund kooperiert werden, bei der schon lange auf diesem Gebiet geforscht und entwickelt wird.
Zur Finanzierung von kapitalintensiven Projekten regen wir die Gründung von Bürger-Genossenschaften an, an denen sich Dortmunder BürgerInnen beteiligen können. Als Lohn erhalten die Genossen aus den erzielten Energieeinsparungen zwei Umweltdividenden, eine moralische und eine finanzielle.
Fast 10.000 Kinder und Jugendliche leben in Hombruch. Dies ist gut! Warum? Junge Menschen gewährleisten langfristig einen lebendigen Stadtbezirk. Die Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche in Hombruch stellen sich im Großen und Ganzen gut dar. Das gilt für Kindertageseinrichtungen, Schulen, Freizeitangebote und Hilfsangebote für Familien, die allein nicht zurecht kommen.
Trotzdem bleibt einiges zu tun:
- Intensivierung der Arbeit zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und von Menschen mit Behinderungen bereits in Kindergärten und Schulen,
- sensible Weiterentwicklung vorhandener Infrastruktur zu einem attraktiven Angebot für Jung und Alt (z.B. Boulebahnen auf Schulhöfen oder Spielgeräten an Seniorenheimen),
- Sichtung vorhandener Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und deren Erreichbarkeit an Wochenenden und in den Ferien,
- Weiterentwicklung mit dem Ziel eines Angebotes für Kinder von mindestens 10.00 bis 19.00 Uhr und für Jugendliche von 15.00 bis 24.00 Uhr,
- Übertragung des Kinderstuben-Projektes aus der Dortmunder Nordstadt in Wohngebiete von Familien mit entsprechendem Unterstützungsbedarf,
- qualitative Weiterentwicklung der Offenen Ganztagsschule an den Hombrucher Schulen,
- gute Startbedingungen für die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in der Hombrucher Eierkampstraße (frühere Zillerschule),
- Ersatz für den geschlossenen Jugendtreff und Ausweitung der Öffnungszeiten für Kinder in Löttringhausen,
- Anschub eines Jugendparlaments, das die Bezirksvertretung in Angelegenheiten von Kindern und Jugendlichen in Hombruch berät,
- Unterstützung von Jugendlichen im Übergang Schule - Beruf, Gespräche mit Hombrucher Arbeitgebern zur Erhöhung der Anzahl an Ausbildungsplätzen,
- Beobachtung der Lebensumstände sehr junger Eltern und Entwicklung eines Angebotes zu ihrer Unterstützung.
Mit dem Aktionsplan Soziales Hombruch wollen wir sicherstellen, dass alle Kinder und Jugendlichen gleiche Startbedingungen haben.